Heilmittel-Richtlinie / Änderungen/Genehmigungsverzicht

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Heilmittel-Richtlinie / Änderungen/Genehmigungsverzicht

30. Juni 2011 | 
Seit dem 1. Juli 2011 ist die neue Heilmittelrichtlinie mit wenigen Änderungen in Kraft getreten.

Die folgenden Änderungen bringt die neue Heilmittel-Richtlinie mit sich:

 

Bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles/Langfristverordnung:

Menschen mit dauerhaften schweren Behinderungen können künftig ohne erneute Überprüfung des Behandlungsbedarfs eine langfristige Genehmigung von Heilmittelbehandlungen von ihrer gesetzlichen Krankenkasse bekommen.

Auf Antrag des Versicherten kann die Krankenkasse die verordnungsfähigen Leistungen langfristig genehmigen. Diese Genehmigung kann zeitlich befristet werden, soll aber mindestens ein Jahr umfassen (nicht länger als 2 Jahre).

Diese Änderung soll aber im Bereich der KV Nordrhein keine große Wirkung haben, da die meisten Kassen auf die Genehmigung der Verordnung außerhalb des Regelfalles verzichten.

Welche Krankenkassen auf Genehmigungen verzichten, hat die KVNO auf Ihrer Internetseite aufgelistet.

 

 

Der späteste Beginnn der Heilmittelbehandlung einer physikalischen Therapie ist nun mit 14 Kalendertagen festgelegt.

 

Heilmittelbehandlungen sind künftig für Kinder u. Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ohne Verordnung eines Hausbesuchs außerhalb der Praxis möglich. Voraussetzung ist, dass sich aus der Begründung des Arztes eine besondere Schwere und Langfristigkeit der Beeinträchtigung erkennen lässt.

Die Tageseinrichtung muss auf die Behandlung entsprechend eingerichtet sein.