Neue Handlungsanleitung Physiotherapie der DGUV

Login für Mitglieder

Neue Handlungsanleitung Physiotherapie der DGUV

21. September 2016 | 

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Handlungsanleitung u.a. für Physiotherapie überarbeitet. Nach Aussage der DGUV hat sich bis auf einen Punkt im Bereich der Physiotherapie nicht viel geändert. Lediglich der Verordnungszeitraum wurde von bisher zwei auf nun vier Wochen verlängert (Seite 6).

 

Die DGUV hat zugestanden, dass die bisherige Verordnungsdauer von zwei Wochen nicht realistisch war, weil die meisten Verordnungen (z. B. 10 x KG; 3 x pro Woche) nicht innerhalb von zwei Wochen abgearbeitet werden können. Deshalb wurde die Verlängerung auf vier Wochen vorgenommen.

 

Die DGUV weist dabei auf folgendes hin: In erster Linie hat der verordnende Arzt darauf zu achten, dass seine Verordnung innerhalb des Vier-Wochen-Zeitraumes abgearbeitet werden kann. Verordnet er weniger als drei Behandlungen pro Woche, darf er eben nicht zehn Behandlungen verordnen, sondern muss nach der vorgesehenen Kontrolluntersuchung ggf. eine neue Verordnung ausstellen. Die DGUV hat angekündigt, die Durchgangsärzte nochmals explizit darauf hinzuweisen. Auch Therapeuten sollten die Versicherten anhalten, sich zu dem auf der Verordnung angegebenen Kontrolltermin beim Arzt vorzustellen.

 

Bisher, so die DGUV, gab es nur vereinzelt Fälle, in denen die Verwaltungen unter Berufung auf die Vier-Wochenfrist Rechnungen gekürzt haben. In allen Fällen konnte eine Lösung im Sinne der Therapeuten herbeigeführt werden.

Downloads
Handlungsanleitung.pdf1.2 MB