Versorgung mit Heilmitteln in den von Hochwasser betroffenen Gebieten

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Versorgung mit Heilmitteln in den von Hochwasser betroffenen Gebieten

10. Juni 2016 | 

Die Ersatzkassen haben sich darauf verständigt, der besonderen Situation für Praxis und Patient in den von Hochwasser betroffenen Regionen Rechnung zu tragen und die Überprüfung der Abgabe von Heilmitteln auf Vertragskonformität pragmatisch zu handhaben. Konkret bedeutet dies:

 

Vom Hochwasser betroffene Praxen haben die Möglichkeit, im Einvernehmen mit dem Patienten die Behandlung an einem anderen geeigneten Ort als der zugelassenen Praxis zu erbringen und abzurechnen. Diese Übergangsregelung ist zunächst befristet für Behandlungen bis zum 31. Juli 2016. Der Leistungserbringer vermerkt dies in der jeweiligen Zeile der Empfangsbestätigung auf der Rückseite der Verordnung neben der Leistungsbeschreibung mit dem Stichwort „Hochwasser” bzw. dem Kürzel „HW”.

 

Neben den Leistungserbringern können auch vom Hochwasser betroffene Pa-tienten gezwungen sein, die Behandlungsserie für mehr als 14 Tage zu unterbrechen. Wir haben bisher schon in unserem Rahmenvertrag eine Regelung, die ein Abweichen von dieser Frist in therapeutisch begründeten Fällen, Krankheit oder Urlaub ermöglicht. Als weiteren Ausnahmetatbestand akzeptieren die Ersatzkassen übergangsweise für Behandlungen bis zum 31. Juli 2016 die Angabe „Hochwasser“ bzw. das Kürzel „HW“ unter Hinzufügung des Datums und des Handzeichens durch den zugelassenen Leistungserbringer auf der Verordnung.