Verwendung der neuen Verordnungsvordrucke

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Verwendung der neuen Verordnungsvordrucke

24. Januar 2017 | 
Aufgrund zahlreicher Nachfragen hat uns der GKV-Spitzenverband in Sachen Verwendung neuer Verordnungsvordrucke gebeten, nochmal Folgendes klar zu stellen:

Bei den ab 01.01.2017 zu verwendenden Vordrucken von Heilmitteln wurde im Vergleich zu den bis zum 31.12.2016 gültigen Formularen lediglich ein zusätzliches ICD-10 Feld aufgenommen. Die Angabe eines zweiten ICD-10 Codes ist nur dann erforderlich, um in bestimmten Fällen einen besonderen Verordnungsbedarf nach § 106 b Abs. 2 Satz 4 SGB V geltend zu machen, bei denen die Angabe eines zweiten ICD-10-Codes zwingende Voraussetzung ist. Nur dann! Die Angabe eines zweiten ICD-10-Codes ist nicht regelhaft erforderlich und demzufolge keine formale Voraussetzung für die Gültigkeit einer Heilmittelverordnung.

 

 

 

Die neuen Verordnungsvordrucke sind zum 01.01.2017 anzuwenden. Die zeitgleich ab dem 01.01.2017 für die Verordnung von Heilmitteln anzuwendende zertifizierte Praxisverwaltungssoftware bildet die neuen Verordnungsmuster bereits ab. Sofern ab dem 01.01.2017 dennoch die alten Verordnungsvordrucke genutzt werden, werden diese von den Krankenkassen noch bis zum 30.06.2017 in der Abrechnung akzeptiert (vorausgesetzt die Verordnung ist gem. den Vorgaben des § 13 Abs. 2 Heilmittel-Richtlinie sowie etwaiger rahmenvertraglicher Regelung vollständig und korrekt ausgefüllt).

 

 

 

Bezüglich des angeführten Stichtages (30.06.2017) ist das Verordnungsdatum maßgeblich.

 

 

 

Der GKV-Spitzenverband bittet darum, schon jetzt auf die verordnenden Vertragsärzte so einzuwirken, dass nur noch die neuen Verordnungsmuster verwendet werden.