Das TSVG kommt … wir bleiben aktiv!

Login für Mitglieder

Das TSVG kommt … wir bleiben aktiv!

18. Februar 2019 | 
Zum 1. Mai 2019 sollen durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz, kurz TSVG, in Deutschland alle Preise im Heilmittelbereich auf den jeweils höchsten Preis angehoben werden. Der Gesetzentwurf enthält viele langjährige VPT-Forderungen. Sollte der Bundesrat dem Gesetzesentwurf zustimmen, könnte dies bereits in wenigen Monaten massive Verbesserungen für Sie - unsere Mitglieder und die gesamte Berufsgruppe bedeuten.

Als einer der mitgliederstärksten Verbände und Gründungsmitglied im Spitzenverband der Heilmittelverbände e.V. (SHV), befassen wir uns als VPT natürlich auch weiterhin aktiv mit den anstehenden Veränderungen. Doch welche sind geplant?

 

 

Bessere Vergütung

Zukünftig sollen regionale Preisverhandlungen wegfallen. So sieht der Gesetzentwurf vor, dass die Preise für alle Heilmittelpositionen auf Bundesebene mit dem GKV-Spitzenverband durchgeführt werden. Damit wäre eine unserer zentralen Forderungen auf der Tagesordnung: Eine bessere Vergütung für die physiotherapeutischen Berufe.

 

 

Mehr Gestaltungsfreiheit

Durch vereinfachte Zulassungsbedingungen sollen die Heilmittelerbringer zukünftig mehr Gestaltungsfreiheit bekommen.  Zusammen mit dem geplanten Modellvorhaben zur Blankoverordnung, werden die Entscheidungsbefugnisse der Therapeutinnen und Therapeuten hierdurch deutlich aufgewertet.

 

 

Bürokratieabbau und kostenfreie Ausbildung

Insbesondere die zukünftig geplanten Vergütungsverhandlungen auf Bundesebene und die angestrebte bundesweit kostenfreie Ausbildung runden das Paket von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab. Dies bedeutet Abbau von Bürokratie und eine gesteigerte Attraktivität unseres Berufsstandes.

 

 

Und wie geht es jetzt weiter?

Trotz dieser positiven Entwicklung, beginnt jetzt die inhaltliche Arbeit! Deshalb arbeiten wir seit mehreren Monaten in Arbeitsgruppen und im SHV daran, den Gesetzentwurf von Jens Spahn inhaltlich zu begleiten. Das oberste Ziel dabei ist immer, spürbare Verbesserungen für Sie – unsere Mitglieder – und unsere Berufsgruppe zu gewährleisten.

 

Dass der VPT weiter aktiv bleibt und wie notwendig dies ist, zeigt unsere Stellungnahme zur geplanten Ausweitung der Transparenzregelung. Geht es nach dem Verband der Ersatzkassen (vdek) sollen im Zuge des Gesetzes „[…] die Meldungen an die Berufsgenossenschaften über die Anzahl der Therapeuten und über die jeweiligen Entgelte auch an den GKV-Spitzenverband übermittelt werden“. Der GKV-Spitzenverband hat sich dieser Forderung naturgemäß angeschlossen.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine gewisse Transparenz ist natürlich notwendig. Die angestrebte Ausweitung dürfte allerdings eher das Gegenteil bewirken und – neben erheblichen Eingriffen in den Datenschutz– zu mehr Bürokratie und staatlich angeordneter Überwachung bei den physiotherapeutischen Leistungserbringern führen. Hiergegen werden wir uns als VPT in Ihrem Interesse stark machen.

 

Fazit:

Auch nach Inkrafttreten des TSVG werden eine Reihe von Aufgaben auf uns zukommen. Diese werden wir gewohnt sachlich in unseren Arbeitsgemeinschaften und Landesgruppen bearbeiten. Über Änderungen und Neuerungen werden Sie als VPT-Mitglied natürlich immer zeitnah und umfassend informiert. Wir halten Sie auf dem Laufenden!